Downloads aus Tauschbörsen

Es geht um Gratisdownloads von Musik- und Filmwerken.
Auf vielen Webseiten werden diese zum Gratisdownload ange­bo­ten, diese enthalten einen "Download"-Button zur Annah­me des Angebots. Damit der Server dieser Seite die großen Musik- und Filmdateien nicht selbst ver­ar­beiten muss, werden diese mithilfe eines "torrent"-Programms ins Internet verlagert. Wer down­loaden möchte, muss den client des torrent-Pro­gram­ms instal­lieren und wird damit Teilnehmer dieses Netzwerks.
Die Server-Seite des torrent-Programms liegt auf dem Server der anbie­ten­­den Webseite und organisiert die Versendung der Unzahl von Daten­­pake­­ten, die zusammengesetzt das Werk bil­den. Die Datenpakete werden so -unbemerkt- von einem Teil­nehmer zum nächsten kopiert, ohne den Speicherplatz des Ser­vers der an­­bie­­­ten­den Webseite in Anspruch zu nehmen.
Dies ist praktisch die -sinnvolle- Erweiterung der Festplatte des Anbieters auf die Computer der Torrent- Nutzer, verteilt über das gesamte Internet.

Die bisherige Rechtsprechung meinte nun, der Teilnehmer habe so die Sach­herrschaft über die Daten und sei als Anbieter an­zu­sehen und des­halb zum Schadensersatz verpflichtet.

Inzwischen mehren sich die Urteile, die den Betreiber der an­bietenden Webseite und darüber hinaus sogar den Provider in Anspruch nehmen, bei dem die Web­seite gehalten wird.
- Allein dies entspricht den tatsächlichen Gegebenheiten.
Angebot und Annahme finden auf der darstellenden Webseite mit dem Down­loadbutton statt und nicht später noch einmal.

Die bekannten Abmahnkanzleien haben diese bisherige Recht­sprechung ausgenutzt und die vielen Nutzer der Angebote in Anspruch genommen, statt den Betreiber der Webseite zur Herausnahme des Angebots zu zwingen. Indem sie dies nicht tun, haben sie sich mit dieser Systematik einverstanden gezeigt, um die vielen Nutzer abkassieren zu können.

Darauf habe ich bisher stets erfolgreich hingewiesen, ich habe Zahlungen abgelehnt, es hat keine Klage gegeben.

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Manfred Claes | Rechtsanwalt

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